Global Warming
Die jährliche Mitteltemperatur ist in den letzten Jahren in Zürich stark angestiegen, momentan befinden wir knapp unterhalb der wärmsten Temperaturprognse. Der Anstieg ist über 30 Jahre gemittelt ziemlich gleichmässig, obwohl natürlich nicht jedes Jahr wärmer ist als das Folgejahr.
Beobachten Sie globale Erwärmung! Treffen die Temperaturprognosen ein? Wie sieht der Klimawandel in Zürich aus?
Die Wetterdaten sind von http://eca.knmi.nl. Die prognostizierte Temperatur-zunahme wurde auf Basis des Berichtes OcCC 2005: Die Klimazukunft der Schweiz - Eine probabilistische Projektion erstellt.
Auf den Grafiken sieht man die durchschnittliche Temperatur in Zürich seit 1990. Dabei wird immer das 30-jährige, gleitende Mittel verwendet. Für das Jahr 1990, also 1961-1990. Die schwarze Linie zeigt den Liniaren Trend der Temperaturentwicklung zwischen 1990 und 2008/09. Die lilafarbene Linie zeigt die linear stärkste, prognostizierte Erwärmung bis 2030 im Zuge der Klimaänderung, die grüne Linie zeigt den mittleren, wahrscheinlichsten Temperaturanstieg bis 2030. Teilweise wurde mit der blauen Linie noch die tiefste Erwärmungsprognose bis 2030 angegeben.
Der lineare Anstieg der durchschnittlichen Januartemperaturen liegt oberhalb der maximal prognostizierten Temperaturzunahme im Zuge der globalen Erwärmung. Die Januartemperaturen sind schon so hoch, wie sie erst in 5 bis 10 Jahren sein sollten. Nach 2002 verlangsamte sich der Erwärmungstrend, nahm dann nach 2006 mit dem Rekordwinter 2006/07 und dem folgenden Warmwinter aber wieder zu. Der eher kalte Winter 2008/09 schmälerte die positive Abweichung nur geringfügig.
Auch die Februartemperaturen erwärmen sich überdurchschnittlich. Der beobachtete Temperaturtrend liegt über der prognostizierten, wahrscheinlichen Temperaturzunahme. Jedoch hat sich dieser Trend seit 2003 recht deutlich abgeflacht. Lagen zuvor die Werte sogar über der maximalen Temperaturzunahme, so befinden wir uns heute nur noch leicht über der mittleren Temperaturzunahme.
Der März reagierte in Zürich bereits enorm auf die globale Erwärmung. Der 30-jährige Temperaturtrend liegt deutlich über der maximalen, prognostizierten Temperaturzunahme bis 2030. Der Vorsprung beträgt heute rund 10 bis 20 Jahre. Seit 2004 hat sich dieser Trend aber etwas abgeschwächt, so konnte in der Folge keine weitere Erwärmung beobachtet werden.
Der April entwickelte sich lange Zeit antizyklisch und reagierte anfangs nur unterdurchschnittlich auf den Klimawandel. Mit dem Hitzeapril im Jahre 2007 und den allgemein milderen Aprilmonaten in den letzten Jahren hat sich dies aber deutlich verändert. Mit dem zweiten Jahrhundertapril innert 3 Jahren erwärmte sich das Aprilklima um ein halbes Grad seit 2006. Ein Klimasprung ist vollzogen! Heute liegt der Klimaverlauf des Aprils sogar über dem maximal prognostizierten Klimatrend bis 2030.
Der Mai erwärmt sich in Zürich gleichmässig auf sehr hohem Niveau. So liegen die Temperaturen über der höchsten, vorhergesagten Temperaturzunahme im Klimawandel. Der Trend zeigte in den letzten Jahren immer stärker nach oben. Dieser Trend setzte sich auch mit dem sehr warmen Mai 2009 fort.
Der 6. Monat erlebte um 2002 ebenfalls einen deutlichen Temperatursprung. Waren der Temperaturtrend vorher noch eher unterdurchschnittlich, liegt die Temperaturzunahme heute annähernd beim maximal, prognostizierten Temperaturtrend.
Die Julitemperaturen erwärmen sich nur geringfügig stärker als die durchschnittlich prognostizierte Erwärmung bis 2030. Nach einem leichten Temperaturabfall um 2000, steigen die Werte in den letzten Jahren wieder stärker an. Der Juli 2006, als wärmster Monat überhaupt in Zürich, unterstützte diese Aufwärtsbewegung deutlich.
Der August reagierte bisher stark auf die globale Erwärmung. Der Temperaturtrend liegt heute über der maximal prognostizierten Temperaturzunahme. Jedoch konnte seit 2004 keine weitere Erwärmung beobachtet werden. Der 8. Monat war in den letzten Jahren auch teilweise deutlich kühler als in Jahren zuvor. Mit einem der wärmsten August im Jahre 2009 setzt sich der Aufwärtstrend nun aber weiter fort.
Die Herbstmonate, so auch der September reagieren allgemein in Zürich noch deutlich schwächer auf den Klimawandel, als andere Monate. So liegt der beobachtete Temperaturtrend heute auf dem minimal vorhergesagten Temperaturniveau im Zuge der Klimaänderung. Seit 2005 konnte aber einen kleinen Sprung nach oben beobachtet werden. Die eher kühlen September 2007 und 2008 konnten diesen Trend nicht weiterführen. Mit dem warmen September 2009 stieg das gleitende Mittel wieder etwas an.
Der Oktober reagierte in Zürich lange Zeit praktisch nicht auf die globale Erwärmung, so war der Temperaturanstieg bis 2001 noch unter der minimal prognostizierten Temperaturzunahme. Doch dies hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Ein markanter Temperatursprung um 2005 lies die Werte in kurzer Zeit über die durchschnittlich vorhergesagte Temperaturprognose im Zuge des Klimawandels steigen. Dieser Trend hielt auch 2009 an.
Der November erwärmt sich gleichmässig, aber auf eher tiefem Niveau. So liegen die Temperaturen zwischen der minimal prognostizierten Temperaturzunahme und der durchschnittlichen Temperaturzunahme bis 2030. In den letzten Jahren zeigt sich nun doch ein Aufwärtstrend.
Der Dezember veränderte sich markant im Zuge der globalen Erwärmung. Der gemessene Temperaturtrend liegt heute deutlich über der maximal prognostizierten Temperaturzunahme. Der Vorsprung beträgt rund 10 Jahre. Jedoch stagnierte dieser Wert seit 2003 auf sehr hohem Niveau. Die teilweise eher kalten Dezember der letzten Jahre setzten dem steilen Aufwärtstrend ein vorläufiges Ende.
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