Ein Januar ohne Schnee und Eis – im Flachland

Das Jahr 2018 startete gleich mit einem neuen Monatsrekord für den Januar. In Zürich erreichte die Januartemperatur 2018 einen neuen Rekordwert von 4,7 Grad. Systematisch gemessen wird in Zürich seit 1864. Der Januar 2018 fühlt sich im Vergleich mit Frühlingsmonaten sogar wohler als mit eigentlich Gleichgesinnten. So war der Januar so mild wie ein durchschnittlicher März und wärmer als die Hälfte aller Märzmonate seit 1864. Der bisherige Januarrekord lag noch gar nicht weit in der Vergangenheit. Im Januar 2007 war es in Zürich nur wenige Zehntelgrad kühler als in diesem Jahr. Anders am Messstandort Genf, dort erreichte die Januartemperatur 2018 den alles überragenden Rekordwert von 6,2 Grad. Die bisher mildesten Januarmonate lieferten in Genf um 4,5 Grad. Auch im landesweiten Mittel ist es der mildeste Januar seit Messbeginn.

Der Januar 2018 war in Zürich praktisch durchwegs deutlich zu warm. Nur am 14. Januar lag die Tagesmittel-Temperatur etwas unter dem langjährigen Durchschnitt.

Schnee nur in den Bergen

Eine konstante Westströmung flutete den Alpenraum mit sehr milder aber auch feuchter Luft aus dem Atlantik und dem Mittelmeerraum. In den Bergen waren daher die Bedingungen für riesige Schneemengen perfekt. In Arosa erreichte die Neuschneesumme im Januar 2,85 Meter. Es ist die fünfthöchste Januarsumme seit Messbeginn 1890. Ganz anders präsentierte sich die Schneelage im Flachland. In Zürich wurde im ganzen Januar 2018 kein einziger Tag mit Neuschnee registriert. Schneefreie Jänner sind in Zürich zwar selten, aber nicht einmalig. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind fünf weitere Januare (1974, 1975, 1989, 1990 und 2008) ohne Schnee bekannt. Im langjährigen Durchschnitt der Jahre 1981-2010 sind im Januar fünf Tage mit Neuschnee und 12 Tage mit einer Schneedecke zu erwarten. Während der Januar schneetechnisch in den Bergen also klar überdurchschnittlich ausfiel, machte sich im Flachland grosse Schneearmut breit.

Neben dem Schnee machte sich auch der Frost rar – sehr rar. Nur in vier Nächten sank das Thermometer unter den Gefrierpunkt. Selbst in klaren Nächten sank das Quecksilber mitten im Januar in Zürich nur auf 2-4 Grad. So wenige Frostnächte in einem Januar gab es noch nie seit mindestens 120 Jahren. Der bisherige Rekord von neun Frostnächten im Januar 2007 wurde dabei deutlich unterboten. Bei so wenigen Frostnächten erstaunt es kaum, dass auch Eistage mit Dauerfrost im Januar 2018 überhaupt kein Thema waren. Mit keinem einzigen Eistag reiht sich der Januar 2018 in eine sehr exklusive Gruppe ein. Vorher war dies nur aus den drei Januarmonaten 1916, 1936 und 1988 bekannt. Selbst in den sehr milden Januaren 2007, 2014 und 2015 gab es ein bis vier Eistage mit Dauerfrost. Die Klimanormwerte der Jahre 1981-2010 lassen im Januar immerhin 20 Frostnächte und 9 Eistage erwarten.

 

Kalter Frühling?

Der grosse Wärmeüberschuss im Januar 2018 zeigte sich auch in teils frühlingshaft milden Nachmittagen. An sechs Tagen zeigte das Thermometer Werte über 10 Grad an. Für einmal ist dies aber kein neuer Rekordwert. Im Januar 1993 gab es sogar 10 Tage, 2007 sogar 11 Tage mit Höchstwerten über 10 Grad. Die Milde liess bereits Haselsträucher und Erlen erblühen. Der Blühbeginn kann als „sehr früh“ bezeichnet werden. Der Vorsprung beträgt im Durchschnitt ganze 25 Tage. An einigen Standorten wurde der Blühbeginn der Hasel sogar noch nie so früh beobachtet wie in diesem Jahr. In Bauernregeln werden milde Jänner gefürchtet und mit kalten, anstehenden Frühlingsmonaten in Verbindung gebracht. So heisst es: „Lässt der Januar Wasser fallen, lässt der Lenz es gefrieren“ und „Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, währt der Winter bis zum Mai.“ Viele alte Volkssprüche lassen zudem einen spezifischen Zusammenhang mit dem Monat Mai vermuten. „Wieviel Regentropfen ein Januar, soviel Schneeflocken im Mai.“ Die durch die Milde gestörte Winterruhe solle sich zudem negativ auf die Vegetationsentwicklung im ganzen Jahr auswirken: „Im Januar viel Regen und wenig Schnee, tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh“ und „Wächst das Gras im Januar, so wächst es schlecht im ganzen Jahr.“

Klimatologisch lässt sich allerdings kein Zusammenhang zwischen einem milden Januar und irgendeinem kalten oder schneereichen Frühlingsmonat ableiten. Betrachtet man die 20 wärmsten Januarmonate seit 1864, so zeigt sich eher ein umgekehrtes Bild. Auf einen sehr milden Januar folgt auch ein sehr milder Frühling. Beispiele dafür stammen aus den Jahren 1920, 1924, 1948, 1993, 1999, 2007, 2008 und 2014. Jedes Mal folgte auf einen sehr milden Januar auch ein sehr milder Frühling. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Im Jahr 1877 war der Januar mit durchschnittlich 2 Grad recht mild. März, April und Mai waren dann aber deutlich zu kühl. Oder auch 1975, als auf einen sehr milden Januar ebenfalls ein insgesamt kühler Frühling folgte. Eine weitere Bauernregel deutet dann aber trotzdem auf einen guten Frühling hin. So heisst es: „Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.“ Mit den vielen Stürmen, die teils sogar Wintergewitter brachten, hat es im Januar 2018 so richtig gekracht. Das sind gute Aussichten für den Frühling. Vorher ist aber nochmals Winter angesagt. Der Februar kann es in sich haben, wie uns die Jahre 2012, 2013 und 2015 gezeigt haben.

Ein Januar ohne Schnee und Eis – im Flachland

Lokale Kältewellen in Zeiten der globalen Erwärmung

Im laufenden Winter konnten über Europa erstaunlich grosse Luftdruckgegensätze beobachtet werden. Zwischen hohem Luftdruck über dem Atlantik und tiefem Luftdruck von Grönland bis nach Nordwesteuropa bildete sich in der zweiten Dezemberhälfte eine kräftige Westströmung aus, welche seither mehr oder weniger standhielt. Diese scharfe Grenze trennt die kalte Polarluft von der subtropischen Warmluft und ist auch als Frontalzone bekannt. Kleine Störungen an der Frontalzone führen zu einer Vermischung und Verwirbelung der zwei unterschiedlichen Luftmassen. Dadurch wird der Prozess einer Tiefdruckbildung in Kraft gesetzt. Je ausgeprägter die Frontalzone, desto einfacher und häufiger bilden sich kleine Tiefs, die dann rasch an Stärke zulegen können und mit der starken Westströmung als Sturmtiefs auf Europa treffen. Diese stürmische Grosswetterlage bescherte Mitteleuropa im Januar 2018 gleich drei Sturmtiefs in kurzer Abfolge. Zuerst fegte das Sturmtief Burglind mit Orkanböen über die Schweiz, bevor eine Woche später Evi und Friederike erneut orkanartige Böen im Flachland auslösten, einzelne Bäume umstürzen liessen und Dächer abdeckten.

Von Ende Dezember 2017 bis Mitte Januar 2018 wurden die USA von einer eisigen Kältewelle getroffen. In der Arktis, in Europa und Asien war es gleichzeitig aber deutlich zu warm. Lokale Kältewellen sind kein Widerspruch zur globalen Erwärmung. Bildquelle: University of Maine, ClimateReanalyzer.org

 

Milder Winter

Die stürmischen Westwinde peitschen milde Meeresluft nach Mitteleuropa. Der überdurchschnittlich warme Atlantik ist verantwortlich dafür, dass die Westströmung in diesem Jahr speziell milde Luft in die Schweiz führt. Entsprechend fiel der Januar 2018 bisher rund drei Grad milder aus, verglichen mit der Referenzperiode 1981-2010. Die ersten 12 Januartage blieben in Zürich sogar komplett frostfrei. Normalerweise gibt es im Januar in Zürich in zwei von drei Nächten Frost.

Das stürmische und milde Winterwetter in diesem Jahr täuscht darüber hinweg, wie der letzte Winter war. Oder können Sie sich an den letzten Januar erinnern?

 

Eisiger Januar 2017

Vor einem Jahr herrschte in der Schweiz eisige Kälte. Mit einer Durchschnittstemperatur von -3 Grad war es in Zürich der kälteste Jänner seit 30 Jahren. Es war rund sechs Grad kälter als im diesjährigen Januar. Kältewellen, wie sie die Schweiz im letzten Januar erlebte, finden auch im aktuellen Winter statt. In diesem Jahr traf es bisher aber nicht Europa, sondern Nordamerika. Der mittlere Westen und Nordosten der USA erlebten Ende Dezember und Anfang Januar zwei eisigkalte Wochen. Es war die heftigste Kältewelle seit 36 Jahren. Europa, Asien und Nordamerika wurden in den letzten Wintern immer wieder von harten Kältewellen getroffen. In diese Kategorie fällt auch der Februar 2012, welcher in Zürich -3,5 Grad kalt ausfiel.

Sehr milde und eisigkalte Wintermonate wechseln sich in den letzten Jahren scheinbar zufällig ab. Es stellt sich die Frage, ob diese unterschiedlichen Extreme zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden können? Und wie werden sich die zukünftigen Winter im Zuge der globalen Erwärmung in Mitteleuropa präsentieren?

 

Deutlich wärmere Winter

Heftige Kältewellen und eisigkalte Wintermonate sind in den letzten Jahren auf der Nordhemisphäre und auch in Mitteleuropa scheinbar wieder häufiger aufgetreten. Nichtsdestotrotz zeigt sich in einer langjährigen Betrachtung ein eindeutiger Erwärmungstrend. Praktisch überall, in Sibirien, Mitteleuropa und den USA, sind die Winter in den letzten 50, 100 und 150 Jahren deutlich milder geworden. Seit 1864 sind die Winter in der Schweiz um ganze 2 Grad wärmer geworden. Zwischen 1880 und 1890 lag die Wintertemperatur auf einem ausgesprochen tiefen Niveau. Von 1900 bis 1980 zeigte die Wintertemperatur dann einen auffallend ruhigen Verlauf ohne langfristige Änderung. 1987/88 erfolgte in Mitteleuropa ein sprungartiger Wechsel zu einer ausgeprägten Warmwinterphase, die in den letzten 15 Jahren durch einige Kältewellen etwas gedämpft wurde. Wie auf einer Treppe, welche aufwärts beschritten wird, pendelten sich die Temperaturen seither auf eindeutig höherem Niveau als zuvor ein. Sehr tiefe Wintertemperaturen traten seit Ende des 20. Jahrhunderts nicht mehr auf. Der kälteste Winter der letzten 30 Jahren brachte 2005/06 eine Durchschnittstemperatur von -0,9 Grad. In den Jahrzehnten davor gab es mehrere Winter, die sogar kälter als -4 Grad ausfielen. Die letzten 30 Winter sind also insgesamt deutlich milder als die Winter davor. Es zeigt sich aber, dass seit 1990 keine weitere Erwärmung des Winters stattgefunden hat. Dieses Phänomen ist nicht nur in der Schweiz zu beobachten, sondern in verschiedenen Gebieten der Nordhemisphäre.

Die Winter sind in der Schweiz seit 1864/65 um rund 2 Grad wärmer geworden. Bildquelle: MeteoSchweiz

 

Geschwächter Polarwirbel

Der Grund für die Erwärmungspause der Winter sind die bereits erwähnten Kältewellen, welche verschiedene Orten auf der Nordhemisphäre immer wieder mal treffen. Kältewellen im Winter sind natürlich nichts Aussergewöhnliches und bedürfen eigentlich keiner Erklärung. Das Wetter hat seinen natürlichen Spielraum und nutzt diesen hin und wieder aus. Trotzdem gibt es eine plausible Erklärung, weshalb heftige Kältewellen im Winter trotz globaler Erwärmung häufiger zu beobachten sind.

Mehrere wissenschaftliche Arbeiten geben Hinweise darauf, dass der Rückgang des arktischen Meereises zu den Kälteausbrüchen in den USA, Europa und Asien beigetragen hat. Ein sehr wichtiger Faktor ist im Klimageschehen der sogenannte Polarwirbel, ein Westwindband, welches die Nordhemisphäre im hohen Norden umschliesst und normalerweise die kalte Luft über der Arktis von der warmen Subtropenluft trennt. So präsentiert sich der Polarwirbel aktuell auch über dem Atlantik, wie eingangs ausgeführt. Wird dieser Polarwirbel aber geschwächt, kann die kalte Luft aus der Arktis weit in den Süden entweichen, was oftmals mit einem welligen (mäandrierenden) Westwindband zusammenhängt. So zeigt sich, dass langanhaltende Schwächephasen des Polarwirbels zu den kalten Wintern im nördlichen Eurasien beigetragen haben. Solche Schwächephasen des Polarwirbels können durch eine überdurchschnittlich warme Arktis ausgelöst werden. Und genau das geschieht im Zuge der globalen Erwärmung. Die Arktis erwärmt sich vor allem im Herbst und Winter rasant. Das fehlende Meereis verhindert eine Auskühlung im Herbst, so dass die Nordpolregion bis tief in den Winter mit Wärme versorgt bleibt.

 

Die Klimaszenarien rechnen auch in Zukunft mit einer weiteren Zunahme der Wintertemperaturen auf der Nordhemisphäre. Andere Jahreszeiten, allen voran der Sommer, erwärmen sich in Mitteleuropa und der Schweiz aber deutlich schneller als der Winter. Der wohl auch zukünftig geschwächte Polarwirbel wird jedoch dafür sorgen, dass die Nordhalbkugel und der Alpenraum auch in den nächsten Jahren ab und zu von ausgeprägten Kältewellen aus der Arktis getroffen werden. Die weitere Wintererwärmung könnte sich also wiederum in Form eines nächsten Schrittes aufwärts auf der Treppe der globalen Erwärmung präsentieren, gefolgt von einzelnen kalten Wintermonaten.

Lokale Kältewellen in Zeiten der globalen Erwärmung

Kalter aber kein eisiger Januar

Mitteleuropa, die Schweiz und Zürich erlebten einen der kältesten Januarmonate seit 30 Jahren. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von minus 3 Grad war der Januar am Zürichberg mehr als drei Grad kälter gegenüber der Referenzperiode 1981-2010.

Der Januar 2017 gehört zu den 30 kältesten seit Messbeginn 1864. Damit passt er so gar nicht ins Bild der letzten Jahre. Denn es war der erste unterkühlte Jänner seit sieben Jahren. Letztmals kälter war der erste Monat des Jahres in Zürich 1987 mit minus 4,3 und 1985 mit minus 5,4 Grad durchschnittlicher Lufttemperatur. Auch wenn wir schlotterten, der Januar 2017 ist auch in jüngerer Zeit nicht das Mass aller Dinge, wie MeteoSchweiz schreibt. Vor nur fünf Jahren brachte der Februar 2012 in Zürich mit minus 3,5 Grad noch tiefere Temperaturen.

Selbstgemachte Eistage

Zustande kam die Januarkälte 2017 durch winterliche Hochdruckgebiete. Wie schon im Dezember war auch der Januar geprägt von hohem Luftdruck. Es handelte sich aber nicht um klassische winterliche Sibirienhochs, sondern um eine mitteleuropäische Eigenproduktion. Während Sibirienhochs ganz Europa eisiges Wetter bringen, liegen bei Hochs über Mitteleuropa die nördlichen Teile Europas, vor allem die skandinavischen Länder, häufig in einer etwas milderen westlichen Strömung, Mitteleuropa dagegen bekommt Luft aus dem Osten, respektive produziert seine Kaltluft unter der Schirmherrschaft des Hochs selbst. Diese bodennahe Kaltluftproduktion hat sich schon während der winterlichen Hochs im Dezember 2016 abgezeichnet, verstärkte sich durch das Einfliessen arktischer Luftmassen im Januar aber entscheidend. So war der Dezember 2016 erst leicht unterkühlt. Ein entscheidender Unterschied war auch in der Schneedecke auszumachen. Während der Dezember aufgrund fehlender Niederschläge schneefrei über die Bühne ging, blieben die spärlichen Schneefälle von Anfang Januar in der Folge den ganzen Monat über liegen. Erst mit einer Schneedecke wird die mitteleuropäische Kältemaschine dann auch richtig effizient. So wurden im Januar 2017 in Zürich 18 Tage mit Dauerfrost, sogenannte Eistage, registriert. Also Tage, an denen die Lufttemperatur ganztags unter null Grad verharrte. Damit gehört der Januar 2017 zu den 15 eisigsten Januarmonaten seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Letztmals mehr Dauerfrost brachte der Januar 1997 mit insgesamt 19 Eistagen.

Die längsten Kältewellen erlebte Zürich im Winter 1916/17 und 1996/97 mit 25, respektive 24 Tagen Dauerfrost ohne Unterbruch.

Kältewelle in Zahlen

Die Anzahl Eistage gibt Aufschluss über die Konstanz eines winterlichen Monats. Doch die zeitliche Abgrenzung der eigentlichen Kältewelle stimmt nicht mit dem kalendarischen Monatsanfang und -ende überein.

Genau genommen erlebte Zürich zwei aufeinanderfolgende Kältewellen. Die erste startete am 30. Dezember und dauerte knapp zwei Wochen bis zum 10. Januar. Nach einer kurzen Verschnaufpause mit Temperaturen bis 5 Grad und Westwind, brach gleich die zweite, die intensivere Kältewelle über Mitteleuropa herein. Sie dauerte vom 14.-26. Januar. Während dieser Periode herrschte anhaltender Dauerfrost. Es konnten also 13 zusammenhängende Eistage beobachtet werden. Die Anzahl zusammenhängender Eistage gibt somit Aufschluss über die Länge einer Kältewelle. Letztmals länger dauerte eine Kältewelle im Februar 2012 mit 16 Tagen Dauerfrost. Die Kältewelle im Januar 2017 gehört aber zu den 17 längsten seit 1901.

Die Intensität einer Kältewelle lässt sich mit einem weiteren Indikator ausdrücken. Mit dem Temperaturdurchschnitt über 14 aneinanderfolgende Tage.

Gemittelt über 14 Tage sank die Temperatur in Zürich während der zweiten Kältewelle im Januar 2017 auf minus 5,4 Grad. Damit war die diesjährige Kältewelle nicht wirklich aussergewöhnlich. Im langjährigen Durchschnitt seit 1901 treten Kältewellen in gleicher oder höherer Intensität sogar alle 3 bis 4 Jahre auf. Die Kältewelle im Februar 2012 erreichte mit minus 9,9 Grad einen spürbar tieferen Wert.

Die diesjährige Kältewelle im Januar 2017 war die intensivste und längste seit Februar 2012. Im langjährigen Vergleich hebt sie sich am ehesten über ihre Länge, keinesfalls jedoch über ihre Intensität von anderen ab.

Harter Winter?

Für Aufsehen sorgte vor allem das tiefe Januarmonatsmittel der Temperatur, welche durch die rasche Abfolge von zwei rund zweiwöchigen Kältewellen zustande kam, so dass der Januar 2017 praktisch durchgehend kalt aber nie richtig eisigkalt war. Zusammen mit dem schon recht kalten Dezember ist der Winter 2016/17 in Zürich bisher recht hart. Dies zeigt sich eindrücklich in der Summe aller negativen Tagesmitteltemperaturen im bisherigen Winter. Meteorologen sprechen von der Kältesumme eines Winters. Am 31. Januar liegt sie im langjährigen Durchschnitt bei minus 108. Heuer lag die Kältesumme an diesem Datum bereits bei minus 130. Zum Vergleich: Vor einem Jahr stand die Kältesumme am 31. Januar nach anhaltender Winterwärme bei rekordverdächtigen minus 17. Der Winterverlauf kann Ende Januar aber auch richtig hart sein. So lag die Kältesumme Ende Januar 1963 schon bei minus 355, 1941 zumindest bei minus 293.

Mit dem Monatswechsel in den Februar kam der Wetterumschwung. Zum ersten Mal diesen Winter konnte sich der mildernde Westwind für mehrere Tage in Folge etablieren und führte laue aber auch sehr feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa. Nach einer zweieinhalbmonatigen Trockenperiode fiel vom 30. Januar bis zum 1. Februar in Zürich innert kurzer Zeit so viel Niederschlag wie üblicherweise im ganzen Monat zu erwarten wäre. Die Temperaturen sprangen in die Höhe. In Zürich gab es Anfang Februar knapp 10, in Genf sogar 15 Grad. So kamen schon fast leise Frühlingsgefühle auf.

Ob sich der Winter von diesem Rückschlag nochmals erholen kann, muss sich zeigen. Was sich sagen lässt, ist, dass in den letzten vier Jahrzehnten massive Kältewellen aus unserem Winterklima fast verschwunden sind.

Kalter aber kein eisiger Januar

Winterwetter 2016/17: Längere kalte Phasen und viel Schnee?

Ein Warmwinter wie im letzten Jahr ist unwahrscheinlich. Eisig kalt wird der bevorstehende Winter aber wohl auch nicht. Dafür ist der nahe Atlantik zu warm.   

Die Vorhersage der mittleren Temperaturabweichung über die kommenden drei Monate (Dezember bis Februar). In Europa werden durchschnittliche Temperaturen erwartet. Eingezeichnet sind zudem die zu erwartenden Strömungsmuster in diesem Winter. Eine schwache Westwinddrift und blockierende Hochs über dem nordöstlichen Atlantik. (Bildquelle: Met Office)
Die Vorhersage der mittleren Temperaturabweichung über die kommenden drei Monate (Dezember bis Februar). In Europa werden durchschnittliche Temperaturen erwartet. Eingezeichnet sind zudem die zu erwartenden Strömungsmuster in diesem Winter. Eine schwache Westwinddrift und blockierende Hochs über dem nordöstlichen Atlantik (Bildquelle: Met Office).

Ein Blick in die Wetterbücher zeigt, dass die Schweiz vor einem Jahr am Anfang eines ausgesprochen milden Winters stand. Alle drei Wintermonate Dezember, Januar und Februar waren deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Langanhaltende Kältephasen blieben komplett aus. Nochmals ein Jahr früher erlebte die Schweiz einen zweigeteilten Winter. Nach einer extrem milden Winterhälfte wurde es im Januar und Februar 2015 immer kälter. Der Februar war dann richtig winterlich mit langanhaltenden Frostperioden. Der Winter 2013/14 war hingegen durchgehend übertemperiert. Vor allem Januar und Februar 2014 wurden ihrem Namen als Wintermonate nicht gerecht. Noch etwas weiter zurück finden sich erneut zwei Winter (2011/12 und 2012/13), die mild starteten und in einen eisigen Februar mündeten. Während sich kalte und warme Februare in den letzten Jahren fröhlich abwechselten und mal winterlich, mal frühlingshaft daherkamen, war die erste Winterhälfte (Dezember bis Mitte Januar) seit sechs Jahren nie mehr unterkühlt. Wie präsentiert sich nun der anstehende Winter? Stellt sich die Gretchenfrage wieder erst in der zweiten Januarhälfte oder gibt es gar einen kalten Winterstart?

Weltmeer als Frühindikator

Ausschlaggebend für das Winterwetter in Mitteleuropa sind die geografische Lage, die Wellenstruktur und die Ausprägung des Jetstreams auf der Nordhemisphäre, denn diese bestimmen die Position und Intensität der vorherrschenden Druckgebilde in und rund um Europa. Der Jetstream kann als riesiges Starkwindband oder Schlauch verstanden werden, welcher die Nordhalbkugel umkreist und die kalte Polarluft im Norden von der subtropisch warmen Luft im Süden trennt. Zwei wichtige Fragen, die sich im Vorfeld des Winters stellen, sind: Liegt der Jetstream an der gewohnten Stelle oder verläuft er weiter nördlich oder südlich? Weist der Jetstream eine starke mäandrierende Struktur vor – ist also eine starke Wellenbewegung mit Ausschlägen nach Norden und Süden (meridional) zu erwarten oder verläuft er geradlinig von Westen nach Osten (zonal)?

Um abschätzen zu können, wie und wo der Jetstream im anstehenden Winter zu liegen kommt, lohnt sich ein Blick auf die Oberflächentemperatur der Weltmeere. Da Wasser ein guter Wärmespeicher ist, reagieren die Wassertemperaturen viel träger auf Veränderungen. Starke Abweichungen in der Oberflächentemperatur der Weltmeere sind deshalb meist über Monate hinweg zu beobachten und weisen keine kurzfristigen Fluktuationen vor, wie wir es bei der Lufttemperatur kennen. Gleichzeitig beeinflussen die Weltmeere die Temperaturverteilung und die Strömungen in der Atmosphäre und somit den Jetstream. So erwärmt ein warmer Ozean die darüber liegende Atmosphäre und fördert die Bildung von Tiefdruckgebieten, kaltes Wasser kühlt diese entsprechend und begünstigt die Bildung von Hochdruckgebieten. Die Temperaturverteilung auf den Weltmeeren im Spätherbst ist deshalb ein geeigneter Frühindikator, um Witterungstrends für den anstehenden Winter abzuschätzen.

Abweichung der Oberflächentemperatur auf den Weltmeeren. (NOAA)
Abweichung der Oberflächentemperatur auf den Weltmeeren Ende November 2016 (NOAA).

Negative NAO

Den grössten Einfluss auf das Winterwetter in Mitteleuropa verübt der Nordatlantik. Im November präsentierte sich der Nordatlantik über weite Gebiete überdurchschnittlich warm, insbesondere an der Ostküste der USA und vor Neufundland. Zwischen der Südspitze Grönlands und Island zeigt sich hingegen ein grosses Gebiet mit unterdurchschnittlich temperiertem Oberflächenwasser. Rund um Europa, insbesondere auch im Nordpolarmeer, ist das Meer hingegen deutlich wärmer als sonst zu dieser Jahreszeit. Der Kälte-Wärme-Pol zwischen Island und Neufundland begünstigt die negative Phase der Nordatlantische Oszillation NAO, in der die Westwinddrift (Jetstream) weiter im Süden verläuft und dem Mittelmeerraum viel Niederschlag bringt. Mittel- und Nordeuropa erhalten weniger Warmluftzufuhr vom Atlantik und sind zwischenzeitlich stärker kontinental geprägt. Kaltluftvorstösse aus dem bereits eisigkalten Sibirien werden somit wahrscheinlicher. Vor allem in der ersten Winterhälfte wirkt diesem Zustand jedoch der überdurchschnittlich warme Atlantik rund um Europa entgegen, welcher kleinräumige Tiefdruckgebiete hervorbringt und somit immer wieder milde Meeresluft nach Mittel- und Nordeuropa transportiert wird. Die Chance auf Kaltluftvorstösse steigt folglich vor allem in der zweiten Winterhälfte.

Abweichung des mittleren Luftdrucks vom langjährigen Mittel im Winter 2016/17 gemäss Vorhersagemodell der MetOffice. Das Prognosesystem sagt eine negative NAO voraus. (MetOffice)
Abweichung des mittleren Luftdrucks vom langjährigen Mittel im Winter 2016/17 gemäss Vorhersagemodell der MetOffice. Das Prognosesystem sagt eine negative NAO voraus (MetOffice).

Positive PDO

Neben dem Atlantik muss auch auf dem Pazifik ein Augenmerk liegen. Seit Oktober sind dort die Kriterien für ein La Niña erfüllt. Ein schwaches La Niña-Muster dürfte sich über den ganzen Nordwinter hinweg halten. Die direkten Auswirkungen auf Mitteleuropa sind aber vernachlässigbar. Spannender ist die Wirkungskette über die Pazifische Dekaden-Oszillation PDO, welche die Strömung über dem Nordpazifik und den USA beschreibt und einen Einfluss auf den Atlantik und somit Europa ausüben kann. Eine starke, länger anhaltende La Niña-Phase bewirkt häufig eine negative PDO. Da La Niña aber in den nächsten Monaten nur schwach ausgeprägt sein wird und ohnehin erst in der Anfangsphase ist, befindet sich der Nordpazifik momentan noch in der positiven PDO-Phase, eine Nachwirkung des starken El Niño im vergangenen Jahr. Die positiven PDO-Phase manifestiert sich durch den gut sichtbaren Warmwassergürtel entlang der Pazifikküste von Mexiko über Kalifornien bis nach Alaska. Die Warmwasseranomalie umschliesst dabei hufeisenförmig eine ausgeprägte Kaltwasseranomalie im zentralen Nordpazifik. Das beschriebene Muster bewirkt Warmluftzufuhr vom subtropischen Pazifik in die Weststaaten der USA. Das Downstream-Development begünstigt die oben eingezeichneten Druckanomalien bis auf den Atlantik mit den entsprechenden Luftmassenströmen. Diese Konstellation erhöht also in der Fernwirkung die Wahrscheinlichkeit zeitweiliger Bildung von Hochdruckgebieten über dem Nordatlantik, welche die Westströmung blockiert und Europa Polarluft aus Nordwest bis Nord zuführen kann (fotometeo). Diese Situation bringt häufig viel Schnee am Alpennordhang. Die entscheidende Frage bei meridionalen Wetterlagen ist, wo genau sich das blockierende Hoch bildet. Denn auf der Vorderseite des Hochs wird kalte Polarluft nach Süden transportiert. Auf der Rückseite hingegen sehr milde Subtropenluft nach Norden verfrachtet.

Das Winterwetter lässt sich natürlich nicht über drei Monate hinweg prognostizieren. Tendenzen können aber früh erkannt werden. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein Warmwinter wie im letzten Jahr unwahrscheinlich ist. Der warme Atlantik rund um Europa verhindert jedoch einen eisigen Winter in Europa. Die abschätzbaren Trends deuten aber darauf hin, dass längere kalte Phasen (vor allem in der zweiten Winterhälfte) und Nordstaulagen mit viel Schnee am Alpennordhang (vor allem in der ersten Winterhälfte) deutlich wahrscheinlicher sind als noch vor einem Jahr.

Winterwetter 2016/17: Längere kalte Phasen und viel Schnee?

Der Westwind bläst den Winter fort

Der Januar 2015 war in Zürich rund anderthalb Grad wärmer als das langjährige Mittel der Jahre 1981-2010. Auf dem Züriberg zeigte das Thermometer im Mittel 1,8 Grad an. Mit dem Januar geht der fünfte zu warme Monat in Folge seit September 2014 zu Ende. Weiter war es der fünfte übertemperierte Januar in Folge, nachdem in Zürich bereits alle Januare seit 2011 zu warm ausfielen. Die Januare im bereits wieder zur Hälfte durchschrittenen zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts sind mit durchschnittlich 1,7 Grad so mild wie nie zuvor in der 150-jährigen Messreihe von Zürich. In der Dekade von 1981-1990 waren die Januare im Durchschnitt noch -0,2 Grad kalt. Zwischen 1991 und 2000 brachten es die ersten Monate des Jahres bereits auf 0,7 Grad, ehe sie sich in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends von 2001 bis 2010 nicht weiter erwärmten und mit durchschnittlich 0,5 Grad sogar etwas kühler ausfielen als jene in der Vordeakde. Mit einem regelrechten Temperatursprung um 1,2 Grad seit der letzten Dekade haben sich die Januare nun aber wieder kräftig erwärmt.

 

Februar kann kalt sein

Die Winterwärme in der laufenden Dekade konzentriert sich keinesfalls nur auf den Januar. Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich in der Tat auch im Dezember. Auch diese waren seit 2011, also im aktuellen Jahrzehnt, allesamt zu warm. Gegenüber dem vorangegangenen Jahrzehnt beträgt der Temperatursprung im Dezember sogar 1,7 Grad. Es ist jedoch zu bedenken, dass im aktuellen Jahrzehnt bis 2020 noch einiges geschehen kann. Von zu kalten Dezembern und Januare wird Zürich in den nächsten Jahren nicht unbedingt verschont werden. Dass es im Winter auch so richtig kalt werden kann, zeigen denn auch die Februare im laufenden Jahrzehnt. So war insbesondere der Februar 2012 für die heutige Zeit ausgesprochen kalt. Auf dem Zürichberg war es im Mittel eisige -3,5 Grad kalt. Und auch ein Jahr später blieb der Februar 2013 mit durchschnittlich -1,3 Grad frostig. Ob der letztjährige, viel zu warme Februar eine Trendwende einläutete, wird wohl der aktuelle Februar zeigen. Allgemein ist in diesem Jahrzehnt bisher noch kein Februarmuster zu erkennen, so war auch der Februar 2011 übertemperiert. Verglichen mit dem Vorjahrzehnt kühlten sich die Februare der Zehnerjahre jedoch im Schnitt markant ab. Trumpften die zweiten Monate des Jahres in den Dekaden 1991 bis 2000 und 2001 bis 2010 noch mit durchschnttlich 1,8 Grad auf, sind es im laufenden Jahrzehnt bisher kalte 0,5 Grad.

 

NAO entscheidet

Ob der Februar 2015 mild wie sein Vorgänger oder eisigkalt wie 2012 oder 2013 wird, hängt vor allem von der Nordatlantischen Oszillation (NAO) ab. Ist der Luftdruck über Südwesteuropa hoch und über Island und Skandinavien tief (positiver NAO-Index), führen die Westwinde im Winter milde und relativ feuchte Luftmassen heran. Ist das winterliche Kaltlufthoch über Russland dagegen kräftig ausgebildet, strömt mit Bise kalte und trockene Luft Richtung Alpenraum und die niederschlagsbringenden Tiefdruckgebiete ziehen dann weit nördlich und südlich von Mitteleuropa durch (negativer NAO-Index).

Die Nordatlantische Oszillation (NAO), also die Stärke der Westwindströmung, beeinflusst auch diesen Winter entscheidend das Wetter in der Schweiz: Bei positiver NAO ist es viel zu mild, bei negativer NAO ist es winterlich kalt.
Die Nordatlantische Oszillation (NAO), also die Stärke der Westwindströmung, beeinflusst auch diesen Winter entscheidend das Wetter in der Schweiz: Bei positiver NAO ist es viel zu mild, bei negativer NAO ist es winterlich kalt.

Wie stark der Einfluss der NAO auf den Schweizer Winter ist, zeigt der bisherige Winterverlauf (Dezember 2014 bis Januar 2015) eindrücklich: Der Winter startete Anfang Dezember mit durchschnittlichen Temperaturen. Die Strömung über Europa war zonal geprägt, jedoch war noch keine starke Westströmung auszumachen. In der Folge verstärkten sich die Druckgebilde Azorenhoch und Islandtief, so dass eine ausgeprägte Westwindströmung aufkam. Der NAO-Index stieg analog rasch in den stark positiven Bereich. Die Milderung in Zürich lies nicht lange auf sich warten. Schon bald stiegen die Temperaturen markant an. Zur Dezembermitte war es beinahe frühlingshaft mild auf dem Zürichberg mit Temperaturen über 10 Grad. In der Folge sank der NAO-Index bis zum Jahresende kontinuierlich bis in den negativen Bereich ab, da die Druckgebilde über dem Atlantik weniger ausgeprägt waren und somit die Westwinde langsam abflauten. Der Weg war somit frei für arktische Luftmassen, welche den Alpenraum dann auch tatsächlich kurz nach Weihnachten und bis zum Silvester besuchten und mit Schnee überhäuften. Doch bereits in der ersten Neujahrswoche reaktivierten sich die Druckgebilde über dem Atlantik und der NAO-Index wechselte wieder in den positiven Bereich. Mitte Januar war der NAO-Index dann schon wieder stark positiv. Die neuerliche Winterwärme liess nicht lange auf sich warten und so war es Mitte Januar erneut frühlingshaft mild mit bis zu 15 Grad in Zürich. Nachdem der NAO-Index in der Folge wieder zurückging, meldete sich auch der Winter in der zweiten Januarhälfte zurück. Die positive Phase der NAO Ende Januar konnte dann im Temperaturverlauf nicht mehr gut erkannt werden. Trotz hohem NAO-Index blieb es eher kalt, da der Westwind in der Schweiz die stabile Grenzschicht nicht genügend gut durchmischen konnte. Trotzdem zeigt sich auch in diesem Winter, wie stark die Nordatlantische Oszillation das Wetter im Alpenraum beeinflusst. Gemäss Mittelfristprognosen erwartet uns Anfang Februar nun zuerst einmal eine negative NAO-Phase mit entsprechend winterlichen Verhältnissen.

 

Der Westwind bläst den Winter fort

Kommt der Winter erst im Februar?

Der diesjährige Winter war bis auf eine kurze, kalte Periode Ende November und Anfang Dezember in den meisten Gebieten Mitteleuropas bisher ein Totalausfall.

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Seit dem meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember schneite es in der Limmatstadt bis Ende Januar nie, sieben Wochen blieb der Winter schneefrei. Eistage mit Dauerfrost tauchten nur ganz lokal auf, im Gegenteil, die Temperaturen steigerten sich nach einem milden Dezember im Januar erneut. So wurden zwischen dem 6. und 9. Januar auf dem Zürichberg frühlingshafte Höchstwerte von 13 Grad gemessen. Da erstaunt es kaum, dass am 13. Januar in Zürich bereits der Blühbeginn des Hasels registriert wurde. Damit begann die Vegetationszeit rund drei Wochen früher als in einem durchschnittlichen Jahr. Obwohl die Temperaturen Ende Januar spürbar zurückgingen und auch die Schneeflocken ihren Weg bis ins Flachland zumindest gebietsweise wiederfanden, trumpft der diesjährige Winter bisher mit einem deutlichen Temperaturüberschuss auf. Der Winter 2013/14 ist verglichen mit der Referenzperiode 1981-2010 in Zürich zurzeit rund zwei Grad übertemperiert und gehört zum wärmsten Zehntel der Zürcher Wintergeschichte, welche seit 1864 erzählt wird. Als Mass für die Härte eines Winters dient die Kältesumme. Dabei werden alle negativen Tagesmitteltemperaturen einer Wintersaison aufsummiert. In Jahren mit wenig kalten Tagen (unter null Grad) wächst die Kältesumme kaum. So lag sie am Ende des Warmwinters 1974/75 bei -15. In einem richtig kalten Winter steigt sie bis auf -500, wie es im Eiswinter 1962/63 zu beobachten war. Bis Ende Januar 2014 kletterte die Kältesumme auf nur -25 und war somit deutlich unterdurchschnittlich.

Kaltluftpol über Kanada

Der Zürichsee benötigt eine Kältesumme von ca. -300, bevor er überfriert. Doch der Winter spielt in einer anderen Liga. In den Bergen ist der Winter bisher bis zu vier Grad wärmer als in einem durchschnittlichen Jahr und der Januar ist gebietsweise bisher sogar der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Ursache dafür war, dass sich Anfang Dezember über Kanada ein mächtiger Kaltluftpol gebildet hatte. Von dieser Kaltluft wurden zwischenzeitlich auch die US-Staaten im mittleren Osten heimgesucht. In Kanada und Teilen der USA war der Dezember und Januar bisher auch um bis zu sechs Grad zu kalt. Diese kalte Luft floss ständig über Neufundland bis in den Westatlantik aus. Dadurch konnten sich zwischen Neufundland und Grönland immer wieder kräftige Tiefdruckgebiete bilden, die ostwärts ziehen und Europa auf ihrer Ostflanke und mit einer südwestlichen Strömung mit milder Luft versorgen. Gestützt wird diese Wetterlage durch stationäre Hochdruckgebiete mit Zentrum über den Azoren, welche sich bis in den Mittelmeerraum und zeitweise sogar bis in den Alpenraum ausdehnen. Diese Strömungskonstellation, auch positiver Modus der Nordatlantischen Oszillation genannt, ist die Ursache für fast alle deutlich zu milden Winter in Mitteleuropa. Sie hält in diesem Winter seit Mitte Dezember im Wesentlichen mit nur kleinen Modifikationen an. Letztmals waren die Winter 2006/07 und 2007/08 von dieser Strömungskonstellation geprägt. Der Winter 2006/07 war in Mitteleuropa dann zugleich der wärmste seit 150, wahrscheinlich sogar der letzten mindestens 500 Jahre. In Teilen Mitteleuropas nähert sich der diesjährige Winter durchaus dieser Marke und auch in den Alpen ist der Winter ausserordentlich mild. Im Flachland hingegen, wo sich zeitweise hartnäckige Kaltluftseen mit Nebel gebildet haben, sind die Temperaturüberschüsse nicht ganz so gross und die Verhältnisse deshalb nicht auf Rekordkurs. Sehr milde Wintermonate sind sehr häufig mit kräftigen Winterstürmen begleitet. Dieses Jahr blieb der Alpenraum in diesem Winter davon jedoch mehrheitlich verschont. Dies zeigt, dass die Zugbahn der Tiefdruckgebiete, welche milde Luft bis in die tiefen Luftschichten bringen, nördlich der Schweiz verlief und der Alpenraum häufig sogar unter Hochdruckeinfluss lag.

Kalter oder warmer Februar?

Der Winter 2013/14 darf aber noch nicht abgeschrieben werden. Ein potentieller Hochwintermonat steht mit dem Februar noch vor der Tür. Die Tatsache, dass der bisherige Winterverlauf jenem vor einem und auch jenem vor zwei Jahren sehr ähnlich ist, lässt doch aufhorchen. Denn im Nachhinein würde niemand die beiden letzten Winter als Totalausfälle oder Mildwinter bezeichnen, oder? So erlebte die Schweiz im Februar 2012 die härteste Kältewelle seit 25 Jahren und auch der letztjährige Februar war ungewöhnlich kalt. Wird es auch dieses Jahr kalt im Februar? Auszuschliessen ist dies natürlich nicht, doch die Vorzeichen deuten in eine andere Richtung: Die bereits erwähnte Strömungskonstellation ist sehr stabil. Der Kaltluftpol befindet sich weiterhin über Kanada und hat in den letzten Monaten die Verteilung der Oberflächenwasser-Temperaturen im Atlantik und somit die Luftdruckverteilung über dem Eurasischen Raum massgeblich beeinflusst. Durch die Anomalien im Oberflächenwasser im Atlantik erneuern sich die milden Südwest-Wetterlagen über Europa immer und immer wieder. Das dürfte sich wohl auch im Februar nicht ändern. Bemüht man aber die Statistik, so stellt man fest, dass in den Jahren, in denen der Dezember mild und der Januar sehr mild waren, in vier von fünf Fällen ein überdurchschnittlich milder Februar und März folgt. Nur in einem Fall war der Februar oder der März deutlich zu kalt. Gut möglich also, dass auch Ende Februar rückblickend noch über einen Mildwinter geschrieben wird. Ein Winter ohne Kaltlufteinbruch mit Schnee bis in tiefe Lagen ist jedoch sehr selten. Selbst im Rekordwinter 2006/2007 gab es Ende Januar zumindest eine kalte Woche, in der es auch im Flachland Schnee gab.

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Kommt der Winter erst im Februar?

So früh kommt der Winter selten

Rekordhohe und rekordtiefe Temperaturen liegen manchmal nur eine Woche auseinander. Im Oktober 2012 steuerten wir vom einen Extrem ins andere. Der ungewöhnlich frühe Wintereinbruch brachte aber nicht nur Kälte – vor allem vielen auch Rekordschneemengen.

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Der eiskalte Februar und der bisher nur durchschnittliche Herbst drücken auf das Temperaturmittel – 2012 wird kein Rekordjahr.

Vor wenigen Wochen badeten die Städter noch im Zürichsee, und heute haben sie schon den ersten Wintereinbruch hinter sich. Innerhalb von einer Woche stürzte das Schweizerwetter heuer vom Spätsommer in den Winter. Der Wintereinbruch kam plötzlich und mit ungewohnter Stärke. Auf sogenannten Rückwärtstrajektorien, welche die Luftmassenherkunft für einen Ort, beispielsweise Zürich, berechnen, wird rasch ersichtlich, wo die Ursache für den markanten Wintereinbruch vom 28. Oktober 2012 liegt. Die kalte und feuchte Luftmasse, welche aus dem hohen Norden in die Schweiz transportiert wurde, lag nur vier Tage zuvor noch über dem Nordpolarmeer nördlich von Spitzbergen, nur zehn Breitengrade vom Nordpol entfernt. Nach anhaltenden Schneefällen lagen am frühen Morgen des 29. Oktobers auf dem Zürichberg rund 25 Zentimeter Schnee, in Langnau im Emmental sogar 30 und in St. Gallen 33. Oberhalb von Elm auf rund 2000 Meter über Meer lagen sogar schon 1 Meter 20! An einigen tiefgelegenen Orten wie Bern oder St. Gallen gab es zuvor noch nie so viel Schnee in einem Oktober. Während die Messreihe in St. Gallen mit Beginn 1959 noch relativ jung ist, wurde in Bern die Höchstmarke einer langen Messreihe mit Start im Jahre 1931 überboten. Auch in Zürich werden systematische Schneemessungen seit 1931 durchgeführt. Der diesjährige Wintereinbruch bleibt aber auf Platz 2, da erst vor vier Jahren (30.10.2008) noch einige Zentimeter mehr Schnee lagen, wie MeteoSchweiz mitteilte.

Dauerfrost
Neben den grossen Schneemengen im Flachland waren vor allem auch die sehr tiefen Nachmittagstemperaturen vom 28. Oktober erstaunlich. Auf dem Zürichberg wurde sogar der erste Eistag der Saison registriert. Die Temperaturen stiegen also den ganzen Tag nicht über den Gefrierpunkt. Die fehlenden Sonnenstrahlen und die geschlossene Schneedecke liessen die Temperaturen tagsüber kaum ansteigen und so blieb es mit -0,2 Grad frostig. An Flachlandstationen wie auch an Bergstationen wurden für einen Oktober die tiefsten Höchsttemperaturen beobachtet. Zum letzten Mal wurde in Zürich Ende Oktober 2003 ein Eistag mit Dauerfrost beobachtet. Insgesamt sind aber Flachland-Eistage im Oktober höchst selten und kommen nur rund alle 25 Jahre vor. Das im Oktober verbreitet Schnee bis in Flachland fällt und vereinzelt Eistage registriert werden, ist relativ selten. Mit 2003, 2008 und dem diesjährigen Ereignis waren es aber gleich drei innert zehn Jahren. Für weitere Fälle muss in der Statistik allerdings recht weit zurückgeblättert werden, wie aus Daten von MeteoSchweiz hervorgeht: hier stechen die Jahre 1974, 1959 und 1939 ins Auge. Im langjährigen Mittel kommt der erste Wintereinbruch in Zürich nämlich erst nach dem ersten Novemberdrittel, also rund 2 Wochen später. Einen Trend hin zu früheren Wintereinbrüchen detektieren zu wollen, wäre aber etwas voreilig.

Hitzerekord
Weniger als zehn Tage vorher, am 19. Oktober 2012, wurden im Alpenraum mit Föhnunterstützung die höchsten Oktobertemperaturen seit Messbeginn erfasst. Auch im Flachland wurden für die zweite Oktoberhälfte sehr warme Temperaturen von über 20 Grad gemessen. In den Föhntälern aber brachte der Föhn zum Teil die höchsten Oktobertemperaturen seit Messbeginn. So wurde es in Vaduz 29, in Altdorf 28,6 Grad heiss. Die bisherigen Oktoberrekordwerte liegen an beiden Stationen nicht weit zurück und stammten aus dem Oktober 2006, als eine sehr ähnliche Wetterlage vorherrschte. Damals jedoch ohne Wintereinbruch zum Monatsende. Nicht nur in den Tälern, auch in der Höhe war es rekordverdächtig warm. So wurde es in Engelberg auf gut 1000 Meter Höhe knapp 25 Grad warm, wie Messungen von MeteoSchweiz zeigen. Auch die Nächte waren für die Jahreszeit ausgesprochen mild. So wurden mitten in der Nacht auf dem Hörnli im Zürcher Oberland zeitweise 20 Grad gemessen.

2012: Kein Rekordjahr
Über den ganzen Monat betrachtet und gemittelt war der Oktober in Zürich 9,5 Grad mild und somit nur wenige Zehntelgrad wärmer als der langjährige Durchschnitt. In diesem Durchschnitt sind sowohl die Spätsommerhitze, wie auch die Eistage enthalten. Klimatologisch war der diesjährige Oktober aber purer Durchschnitt. Auch vor einem Jahr war der Oktober 9,5 Grad auf dem Zürichberg. Damals war die Witterung aber deutlich weniger extrem, dafür aber etwas ausgeglichener. Die Extreme setzten im vergangenen Jahr die Monate März, April, Mai, September und Dezember, welche allesamt deutlich übertemperiert ausfielen und das Jahr 2011 auf den Thron des wärmsten Jahres hievten. Ein ganz anderes Bild zeigt sich dieses Jahr. Nach dem sehr kalten Februar und nun einem durchschnittlichen Herbst, ist das Jahr 2012 bisher nach 10 Monaten „nur” etwas mehr als 1 Grad übertemperiert. Somit besteht praktisch keine Chance mehr auf ein zweites Rekordjahr in Folge. Dies erstaunt kaum, zeigten doch die Vorgänge in diesem Oktober, als zwischen Hitzestress und Eistag nur gerade acht Tage lagen, auf eindrückliche Weise die grosse Variabilität der Witterung in unseren Breitengraden.

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So früh kommt der Winter selten

Kommt die Russische Kältepeitsche wirklich?

Bereits Mitte Oktober will die Boulevardpresse wissen wie der kommende Winter wird. Fachkundige Auskünfte werden dabei zu peitschenden Schlagzeilen gestutzt. 

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Verlauf der Wintertemperaturen in Zürich. Abweichung von der Referenzperiode 1981-2010. Sehr kalte Winter gibt es in jüngster Vergangenheit nicht mehr.

Der klimatologische Winter dauert vom 1. Dezember bis zum 28. Februar – hat also drei Wintermonate. In den letzten vier Jahren war mindestens einer dieser Wintermonate zu kalt. Zwischen 1981 und 2010 war der Dezember in Zürich im Schnitt 1,4 Grad. Der Januar 0,3 und der Februar 1,3 Grad. Sehr kalte Wintermonate gab es in den letzten 30 Jahren nicht mehr. Am kältesten war es seither im Januar 1985 mit -5,4 Grad im Schnitt. Doch auch im Februar 2011 war es mit durchschnittlich -3,5 Grad frostig. Der Winter 2006/2007 war hingegen der wärmste seit mindestens 150 Jahren. Im Januar und Februar war es damals im Schnitt knapp 5 Grad warm.

Was macht der Westwind?
In der Schweiz gibt es nicht jedes Jahr idyllisches Winterwetter mit Eis und Schnee. Häufig ist es auch windig und regnerisch oder hochnebelverhangen. Entscheidend dafür ist die Nordatlantische Oszillation – die Westwindzirkulation, welche verschiedene Moden annehmen kann. Bricht die Westwindzirkulation zusammen, kann kalte Luft aus Sibirien bis nach Mitteleuropa vordringen und ganz Mitteleuropa erlebt einen frostig kalten Winter. Strömt die Luft gleichzeitig über den Nordostatlantik oder die Nordsee, kommt es zu starkem Schneefall. Sobald aber die Westwinde aufleben, wird sehr milde Luft nach Mitteleuropa geführt. Anstatt Schnee fällt dann Regen.
Die letzten Winter waren eher von einer schwachen Westströmung geprägt. Immer wieder konnte in den letzten Winter beobachtet werden, dass die Nordatlantische Oszillation zusammen bricht. Die dadurch einfliessenden, sibirischen Luftmassen sorgten teilweise für wochenlange Kältewellen, wie es die Schweiz letzten Februar erlebte. Im Winter 2010/11 beispielsweise erwachte die West-Zirkulation nach einem frostigen Dezember im Januar und beendete den Flachland-Winter frühzeitig. Im letzten Winter (2011/12) schlug der Winter nach einem sehr milden Frühwinter erst im Februar, aber mit grosser Wucht zu.
Wie in den letzten Jahren ist es deshalb gut möglich, dass mindestens ein Wintermonat zu kalt ausfällt. Einzelne markante Kältewellen sind durchaus zu erwarten, da die Nordatlantische Oszillation eher schwach bleibt. Insgesamt könnte der Winter 2012/13 dann aber trotzdem zu mild ausfallen, also ähnlich wie wir das aus den letzten Jahren kennen. Das zeigen auch aktuelle Prognosen des MetOffice, welche mit eher kaltem Winterwetter rechnen, verglichen mit den letzten 30 Jahren. Das heisst aber nicht, dass Europa von Eiswintern heimgesucht wird. Mit einer Seegfrörni des Zürichsees ist also sicher nicht zu rechnen. Sehr kalte Winter gehen mit Gefriervorgängen im Süsswasser einher. Ein Mass für die Seegfrörni ist die Summe der täglichen negativen Abweichung von 0°C, welche als Kältesumme bezeichnet wird. Der Zürichsee benötigt für eine vollständige Eisbedeckung die Kältesumme von mindestens 300°C, für jene des Bodensees ist eine solche von 380°C erforderlich. Im Winter 2009/10 wurde eine Kältesumme von 200, ein Jahr später eine von nur 150 und vor einem Jahr von rund 170°C gemessen. Von einer Seegfrörni war Zürich also jedes Mal weit entfernt. In allen belegten Fällen, als der Zürichsee für Fussgänger tragbar war, sind zwei nach heutigem Massstab sehr kalte Monate vorangegangen. Bei längeren Kältewellen haben sich auch der Neuenburgersee und dann der Thunersee sowie sogar der Vierwaldstättersee vollständig mit Eis überzogen.
Die Flaute des Westwindes, also das Defizit von warmer Atlantikluft, in den letzten Wintermonaten erlaubt auch keine eindeutige Aussage über die Verhältnisse des kommenden Winters. Ziehen die Westwinde unerwartet an, gibt es folglich einen sehr milden Winter.

Der erster Schnee
Zu einem richtigen Winter gehört Schnee. Der „normale“ Termin für den ersten Schnee in Zürich ist denn auch der 22. November! Jedes dritte Jahr fällt das himmlische Weiss vor dem 12. November zum ersten Mal. Im Schnitt alle drei Jahre gibt es die ersten Flocken aber erst nach dem 2. Dezember. 2011 erleben wir also wieder ein Jahr mit spätem ersten Schnee. Über die ganze Wintersaison betrachtet, ist auf dem Zürichberg mit rund 40 Tagen mit mindestens einem Zentimeter Schnee zu rechnen. An knapp 25 Tagen gibt es im langjährigen Mittel messbare Schneefälle in der Limmatstadt.
Mit solch ausführlichen Informationen werden die Schweizer Gratistageszeitung auf Wunsch bereits Mitte Oktober beliefert. Das ganze wird dann aber höchst „journalistisch“ auf wenige Worte geschröpft. Und oben am Artikel erscheint der Titel: “Im Winter erwartet uns die russische Kältepeitsche.“

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Termin des ersten Schnees der Saison in Zürich (Zürichberg); Daten: MeteoSchweiz.

Kommt die Russische Kältepeitsche wirklich?