Der Winter fand nur im Januar statt

Der Winter 2018/19 gehört in Zürich zu den zwanzig wärmsten seit Messbeginn 1864. Nur im Januar war es wirklich winterlich. Die Schneemassen in den Bergen und der sehr sonnige Februar sorgten dennoch für perfektes Wintersportwetter.   

Ganz Europa erlebte einen teilweise frühlingshaften Februar. Vor allem die letzten drei Februarwochen brachten ausgesprochen viel Sonnenschein und am Nachmittag jeweils sehr milde Temperaturen im zweistelligen Plusbereich. Mit dem Februar ging auch der seit dem 1. Dezember herrschende meteorologische Winter 2018/19 zu Ende.

Der Winter brachte im Dezember und vor allem im Januar massenweise Schnee in den Bergen. In Kombination mit den zahlreichen Sonnenstunden im Februar herrschte perfektes Wintersportwetter, wie hier im Appenzellerland.

Winterverlauf

Der Winter startete stürmisch und mild. Das erste Dezemberdrittel war fest in der Hand einer stürmischen Westströmung. Immer wieder wurde sehr milde und niederschlagsreiche Atlantikluft an die Alpen geführt. Zur Monatsmitte wurde es mit wenig Schnee und nachfolgender Bise erstmals winterlich kalt. Die Nachttemperaturen sanken auf unter -5 Grad und am Zürichberg wurden die ersten Eistage mit ganztags Temperaturen unter dem Gefrierpunkt registriert. Danach folgte das klassische Weihnachtstauwetter mit Sturm, Regen und erneut sehr milden Temperaturen. Die Altjahreswoche brachte dann ruhiges Hochdruckwetter mit Hochnebel im Flachland.

Zu Beginn des neuen Jahres stellte die Strömung von West auf Nord. So wurde kalte und oft auch feuchte Polarluft in die Schweiz gelenkt. Die Ursache war eine anhaltende Konstellation mit einem kräftigen Atlantikhoch und einem Tief über Nord- und später Nordosteuropa, so dass kalte Polarluft von Norden her an die Schweiz geführt wurde. Die Temperaturen machten keine grossen Sprünge und bewegten sich den ganzen Januar über in einem ähnlichen Band mit leichtem Frost in der Nacht (nur vereinzelt unter -5 Grad) und leichten Plusgraden am Nachmittag (kaum über +5 Grad).

Erst gegen Ende der ersten Februarwoche wurde die blockierte Wetterlage von einer kurzen aber kräftigen Westströmung aufgelöst. In der Folge baute sich das nächste kräftige Hoch auf. Diesmal aber nicht über dem Atlantik, sondern direkt über Mitteleuropa. Danach verlagerte es sich nur langsam nach Osten. Nun konnte milde Luft aus dem Südwesten herangeführt werden, welche sich unter dem starken Hochdruckeinfluss rasch abtrocknete und der Schweiz das frühlingshafte Wetter bis Ende Februar bescherte.

Der Flachlandwinter 2018/19 dauerte also eigentlich nur einen Monat, denn nur der Januar war wirklich winterlich.

Sehr wenig Eistage

So richtig kalt wurde der Flachlandwinter aber auch im Januar nie. In Zürich lag das winterliche Minimum über -7 Grad. Insgesamt fiel der Januar nur wenige Zehntelgrad zu kalt aus, verglichen mit der Referenzperiode 1981-2010. Dezember und Februar waren beide durchschnittlich rund zwei Grad milder als von der Referenzperiode vorgeschrieben. Anders als in den beiden Vorjahren ging der Winter 2018/19 ganz ohne eisigkalten Monat über die Bühne. Insgesamt war der Winter mehr als ein Grad übertemperiert und gehört zu den zwanzig wärmsten seit Messbeginn 1864. Letztmals deutlich milder war der Winter 2015/16. Dass der Winter 2018/19 deutlich zu warm ausfiel, spiegelt sich auch an der Anzahl Eistage wider. Der zu Ende gegangene Winter zählt in Zürich lediglich acht Eistage mit Temperaturen ganztags unter dem Gefrierpunkt. Einzig in der zweiten Januarhälfte reihten sich maximal drei Eistage aneinander. Es war die längste Periode mit Dauerfrost. In einem normalen Winter der Periode 1981-2010 sind pro Winter bis zu 22 Eistage zu erwarten.

Perfektes Wintersportwetter

Obschon Schnee im Flachland auch dieses Jahr Mangelware war, gab es in den Bergen vor allem im Dezember und Januar tonnenweise Neuschnee. Der Dezember brachte auch in Zürich doppelt so viel Niederschlag wie üblicherweise. Am Alpennordhang war der Überschuss teilweise noch ausgeprägter. Dank den sonnigen Feiertagen und dem sehr sonnigen Februar herrschte in Kombination mit dem vielen Schnee perfektes Wintersportwetter. Nachdem sich der Dezember grau zeigte, schien die Sonne bereits im Januar erwartungsgemäss. Im Februar schob sich nur selten eine Wolke oder Nebel vor die Sonne, so dass sich die Sonnenstunden auf rund das Doppelte der sonst üblichen Dauer summierten. Der Februar 2019 war in Zürich praktisch so sonnig wie ein normaler April.

Der Frühling kann kommen

Obwohl der Februar ganz klar zum meteorologischen Winter gehört, stellte das Wetter schon frühzeitig auf Frühling um. Der am 1. März gestartete meteorologische Frühling ist aber keineswegs vor Winterrückfällen gefeit. Praktisch jedes Jahr sorgen winterliche Grüsse bis weit in den Frühling hinein für Ärger und Kopfschütteln. Letztes Jahr ereignete sich der letzte Wintergruss Mitte März. Danach war Schluss mit Winterwetter. In den beiden Jahren zuvor grüsste der Winter letztmals Ende April. 2014 und 2015 ereigneten sich empfindliche Kälterückfälle im Mai. 2013 gilt sogar als Jahr ohne Frühling. Damals war der März durchwegs winterlich, der April war nur mässig erheiternd und dann folgte ein ausgesprochen nasser und kalter Mai. Der Frühling 2019 knüpft erstmals an die Vorleistungen des Februars an. Mal schauen, ob der Winter später nochmals mitmischen wird.

Der Winter fand nur im Januar statt

Ein Januar ohne Schnee und Eis – im Flachland

Das Jahr 2018 startete gleich mit einem neuen Monatsrekord für den Januar. In Zürich erreichte die Januartemperatur 2018 einen neuen Rekordwert von 4,7 Grad. Systematisch gemessen wird in Zürich seit 1864. Der Januar 2018 fühlt sich im Vergleich mit Frühlingsmonaten sogar wohler als mit eigentlich Gleichgesinnten. So war der Januar so mild wie ein durchschnittlicher März und wärmer als die Hälfte aller Märzmonate seit 1864. Der bisherige Januarrekord lag noch gar nicht weit in der Vergangenheit. Im Januar 2007 war es in Zürich nur wenige Zehntelgrad kühler als in diesem Jahr. Anders am Messstandort Genf, dort erreichte die Januartemperatur 2018 den alles überragenden Rekordwert von 6,2 Grad. Die bisher mildesten Januarmonate lieferten in Genf um 4,5 Grad. Auch im landesweiten Mittel ist es der mildeste Januar seit Messbeginn.

Der Januar 2018 war in Zürich praktisch durchwegs deutlich zu warm. Nur am 14. Januar lag die Tagesmittel-Temperatur etwas unter dem langjährigen Durchschnitt.

Schnee nur in den Bergen

Eine konstante Westströmung flutete den Alpenraum mit sehr milder aber auch feuchter Luft aus dem Atlantik und dem Mittelmeerraum. In den Bergen waren daher die Bedingungen für riesige Schneemengen perfekt. In Arosa erreichte die Neuschneesumme im Januar 2,85 Meter. Es ist die fünfthöchste Januarsumme seit Messbeginn 1890. Ganz anders präsentierte sich die Schneelage im Flachland. In Zürich wurde im ganzen Januar 2018 kein einziger Tag mit Neuschnee registriert. Schneefreie Jänner sind in Zürich zwar selten, aber nicht einmalig. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind fünf weitere Januare (1974, 1975, 1989, 1990 und 2008) ohne Schnee bekannt. Im langjährigen Durchschnitt der Jahre 1981-2010 sind im Januar fünf Tage mit Neuschnee und 12 Tage mit einer Schneedecke zu erwarten. Während der Januar schneetechnisch in den Bergen also klar überdurchschnittlich ausfiel, machte sich im Flachland grosse Schneearmut breit.

Neben dem Schnee machte sich auch der Frost rar – sehr rar. Nur in vier Nächten sank das Thermometer unter den Gefrierpunkt. Selbst in klaren Nächten sank das Quecksilber mitten im Januar in Zürich nur auf 2-4 Grad. So wenige Frostnächte in einem Januar gab es noch nie seit mindestens 120 Jahren. Der bisherige Rekord von neun Frostnächten im Januar 2007 wurde dabei deutlich unterboten. Bei so wenigen Frostnächten erstaunt es kaum, dass auch Eistage mit Dauerfrost im Januar 2018 überhaupt kein Thema waren. Mit keinem einzigen Eistag reiht sich der Januar 2018 in eine sehr exklusive Gruppe ein. Vorher war dies nur aus den drei Januarmonaten 1916, 1936 und 1988 bekannt. Selbst in den sehr milden Januaren 2007, 2014 und 2015 gab es ein bis vier Eistage mit Dauerfrost. Die Klimanormwerte der Jahre 1981-2010 lassen im Januar immerhin 20 Frostnächte und 9 Eistage erwarten.

 

Kalter Frühling?

Der grosse Wärmeüberschuss im Januar 2018 zeigte sich auch in teils frühlingshaft milden Nachmittagen. An sechs Tagen zeigte das Thermometer Werte über 10 Grad an. Für einmal ist dies aber kein neuer Rekordwert. Im Januar 1993 gab es sogar 10 Tage, 2007 sogar 11 Tage mit Höchstwerten über 10 Grad. Die Milde liess bereits Haselsträucher und Erlen erblühen. Der Blühbeginn kann als „sehr früh“ bezeichnet werden. Der Vorsprung beträgt im Durchschnitt ganze 25 Tage. An einigen Standorten wurde der Blühbeginn der Hasel sogar noch nie so früh beobachtet wie in diesem Jahr. In Bauernregeln werden milde Jänner gefürchtet und mit kalten, anstehenden Frühlingsmonaten in Verbindung gebracht. So heisst es: „Lässt der Januar Wasser fallen, lässt der Lenz es gefrieren“ und „Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, währt der Winter bis zum Mai.“ Viele alte Volkssprüche lassen zudem einen spezifischen Zusammenhang mit dem Monat Mai vermuten. „Wieviel Regentropfen ein Januar, soviel Schneeflocken im Mai.“ Die durch die Milde gestörte Winterruhe solle sich zudem negativ auf die Vegetationsentwicklung im ganzen Jahr auswirken: „Im Januar viel Regen und wenig Schnee, tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh“ und „Wächst das Gras im Januar, so wächst es schlecht im ganzen Jahr.“

Klimatologisch lässt sich allerdings kein Zusammenhang zwischen einem milden Januar und irgendeinem kalten oder schneereichen Frühlingsmonat ableiten. Betrachtet man die 20 wärmsten Januarmonate seit 1864, so zeigt sich eher ein umgekehrtes Bild. Auf einen sehr milden Januar folgt auch ein sehr milder Frühling. Beispiele dafür stammen aus den Jahren 1920, 1924, 1948, 1993, 1999, 2007, 2008 und 2014. Jedes Mal folgte auf einen sehr milden Januar auch ein sehr milder Frühling. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Im Jahr 1877 war der Januar mit durchschnittlich 2 Grad recht mild. März, April und Mai waren dann aber deutlich zu kühl. Oder auch 1975, als auf einen sehr milden Januar ebenfalls ein insgesamt kühler Frühling folgte. Eine weitere Bauernregel deutet dann aber trotzdem auf einen guten Frühling hin. So heisst es: „Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.“ Mit den vielen Stürmen, die teils sogar Wintergewitter brachten, hat es im Januar 2018 so richtig gekracht. Das sind gute Aussichten für den Frühling. Vorher ist aber nochmals Winter angesagt. Der Februar kann es in sich haben, wie uns die Jahre 2012, 2013 und 2015 gezeigt haben.

Ein Januar ohne Schnee und Eis – im Flachland

Winterwetter 2016/17: Längere kalte Phasen und viel Schnee?

Ein Warmwinter wie im letzten Jahr ist unwahrscheinlich. Eisig kalt wird der bevorstehende Winter aber wohl auch nicht. Dafür ist der nahe Atlantik zu warm.   

Die Vorhersage der mittleren Temperaturabweichung über die kommenden drei Monate (Dezember bis Februar). In Europa werden durchschnittliche Temperaturen erwartet. Eingezeichnet sind zudem die zu erwartenden Strömungsmuster in diesem Winter. Eine schwache Westwinddrift und blockierende Hochs über dem nordöstlichen Atlantik. (Bildquelle: Met Office)
Die Vorhersage der mittleren Temperaturabweichung über die kommenden drei Monate (Dezember bis Februar). In Europa werden durchschnittliche Temperaturen erwartet. Eingezeichnet sind zudem die zu erwartenden Strömungsmuster in diesem Winter. Eine schwache Westwinddrift und blockierende Hochs über dem nordöstlichen Atlantik (Bildquelle: Met Office).

Ein Blick in die Wetterbücher zeigt, dass die Schweiz vor einem Jahr am Anfang eines ausgesprochen milden Winters stand. Alle drei Wintermonate Dezember, Januar und Februar waren deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Langanhaltende Kältephasen blieben komplett aus. Nochmals ein Jahr früher erlebte die Schweiz einen zweigeteilten Winter. Nach einer extrem milden Winterhälfte wurde es im Januar und Februar 2015 immer kälter. Der Februar war dann richtig winterlich mit langanhaltenden Frostperioden. Der Winter 2013/14 war hingegen durchgehend übertemperiert. Vor allem Januar und Februar 2014 wurden ihrem Namen als Wintermonate nicht gerecht. Noch etwas weiter zurück finden sich erneut zwei Winter (2011/12 und 2012/13), die mild starteten und in einen eisigen Februar mündeten. Während sich kalte und warme Februare in den letzten Jahren fröhlich abwechselten und mal winterlich, mal frühlingshaft daherkamen, war die erste Winterhälfte (Dezember bis Mitte Januar) seit sechs Jahren nie mehr unterkühlt. Wie präsentiert sich nun der anstehende Winter? Stellt sich die Gretchenfrage wieder erst in der zweiten Januarhälfte oder gibt es gar einen kalten Winterstart?

Weltmeer als Frühindikator

Ausschlaggebend für das Winterwetter in Mitteleuropa sind die geografische Lage, die Wellenstruktur und die Ausprägung des Jetstreams auf der Nordhemisphäre, denn diese bestimmen die Position und Intensität der vorherrschenden Druckgebilde in und rund um Europa. Der Jetstream kann als riesiges Starkwindband oder Schlauch verstanden werden, welcher die Nordhalbkugel umkreist und die kalte Polarluft im Norden von der subtropisch warmen Luft im Süden trennt. Zwei wichtige Fragen, die sich im Vorfeld des Winters stellen, sind: Liegt der Jetstream an der gewohnten Stelle oder verläuft er weiter nördlich oder südlich? Weist der Jetstream eine starke mäandrierende Struktur vor – ist also eine starke Wellenbewegung mit Ausschlägen nach Norden und Süden (meridional) zu erwarten oder verläuft er geradlinig von Westen nach Osten (zonal)?

Um abschätzen zu können, wie und wo der Jetstream im anstehenden Winter zu liegen kommt, lohnt sich ein Blick auf die Oberflächentemperatur der Weltmeere. Da Wasser ein guter Wärmespeicher ist, reagieren die Wassertemperaturen viel träger auf Veränderungen. Starke Abweichungen in der Oberflächentemperatur der Weltmeere sind deshalb meist über Monate hinweg zu beobachten und weisen keine kurzfristigen Fluktuationen vor, wie wir es bei der Lufttemperatur kennen. Gleichzeitig beeinflussen die Weltmeere die Temperaturverteilung und die Strömungen in der Atmosphäre und somit den Jetstream. So erwärmt ein warmer Ozean die darüber liegende Atmosphäre und fördert die Bildung von Tiefdruckgebieten, kaltes Wasser kühlt diese entsprechend und begünstigt die Bildung von Hochdruckgebieten. Die Temperaturverteilung auf den Weltmeeren im Spätherbst ist deshalb ein geeigneter Frühindikator, um Witterungstrends für den anstehenden Winter abzuschätzen.

Abweichung der Oberflächentemperatur auf den Weltmeeren. (NOAA)
Abweichung der Oberflächentemperatur auf den Weltmeeren Ende November 2016 (NOAA).

Negative NAO

Den grössten Einfluss auf das Winterwetter in Mitteleuropa verübt der Nordatlantik. Im November präsentierte sich der Nordatlantik über weite Gebiete überdurchschnittlich warm, insbesondere an der Ostküste der USA und vor Neufundland. Zwischen der Südspitze Grönlands und Island zeigt sich hingegen ein grosses Gebiet mit unterdurchschnittlich temperiertem Oberflächenwasser. Rund um Europa, insbesondere auch im Nordpolarmeer, ist das Meer hingegen deutlich wärmer als sonst zu dieser Jahreszeit. Der Kälte-Wärme-Pol zwischen Island und Neufundland begünstigt die negative Phase der Nordatlantische Oszillation NAO, in der die Westwinddrift (Jetstream) weiter im Süden verläuft und dem Mittelmeerraum viel Niederschlag bringt. Mittel- und Nordeuropa erhalten weniger Warmluftzufuhr vom Atlantik und sind zwischenzeitlich stärker kontinental geprägt. Kaltluftvorstösse aus dem bereits eisigkalten Sibirien werden somit wahrscheinlicher. Vor allem in der ersten Winterhälfte wirkt diesem Zustand jedoch der überdurchschnittlich warme Atlantik rund um Europa entgegen, welcher kleinräumige Tiefdruckgebiete hervorbringt und somit immer wieder milde Meeresluft nach Mittel- und Nordeuropa transportiert wird. Die Chance auf Kaltluftvorstösse steigt folglich vor allem in der zweiten Winterhälfte.

Abweichung des mittleren Luftdrucks vom langjährigen Mittel im Winter 2016/17 gemäss Vorhersagemodell der MetOffice. Das Prognosesystem sagt eine negative NAO voraus. (MetOffice)
Abweichung des mittleren Luftdrucks vom langjährigen Mittel im Winter 2016/17 gemäss Vorhersagemodell der MetOffice. Das Prognosesystem sagt eine negative NAO voraus (MetOffice).

Positive PDO

Neben dem Atlantik muss auch auf dem Pazifik ein Augenmerk liegen. Seit Oktober sind dort die Kriterien für ein La Niña erfüllt. Ein schwaches La Niña-Muster dürfte sich über den ganzen Nordwinter hinweg halten. Die direkten Auswirkungen auf Mitteleuropa sind aber vernachlässigbar. Spannender ist die Wirkungskette über die Pazifische Dekaden-Oszillation PDO, welche die Strömung über dem Nordpazifik und den USA beschreibt und einen Einfluss auf den Atlantik und somit Europa ausüben kann. Eine starke, länger anhaltende La Niña-Phase bewirkt häufig eine negative PDO. Da La Niña aber in den nächsten Monaten nur schwach ausgeprägt sein wird und ohnehin erst in der Anfangsphase ist, befindet sich der Nordpazifik momentan noch in der positiven PDO-Phase, eine Nachwirkung des starken El Niño im vergangenen Jahr. Die positiven PDO-Phase manifestiert sich durch den gut sichtbaren Warmwassergürtel entlang der Pazifikküste von Mexiko über Kalifornien bis nach Alaska. Die Warmwasseranomalie umschliesst dabei hufeisenförmig eine ausgeprägte Kaltwasseranomalie im zentralen Nordpazifik. Das beschriebene Muster bewirkt Warmluftzufuhr vom subtropischen Pazifik in die Weststaaten der USA. Das Downstream-Development begünstigt die oben eingezeichneten Druckanomalien bis auf den Atlantik mit den entsprechenden Luftmassenströmen. Diese Konstellation erhöht also in der Fernwirkung die Wahrscheinlichkeit zeitweiliger Bildung von Hochdruckgebieten über dem Nordatlantik, welche die Westströmung blockiert und Europa Polarluft aus Nordwest bis Nord zuführen kann (fotometeo). Diese Situation bringt häufig viel Schnee am Alpennordhang. Die entscheidende Frage bei meridionalen Wetterlagen ist, wo genau sich das blockierende Hoch bildet. Denn auf der Vorderseite des Hochs wird kalte Polarluft nach Süden transportiert. Auf der Rückseite hingegen sehr milde Subtropenluft nach Norden verfrachtet.

Das Winterwetter lässt sich natürlich nicht über drei Monate hinweg prognostizieren. Tendenzen können aber früh erkannt werden. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein Warmwinter wie im letzten Jahr unwahrscheinlich ist. Der warme Atlantik rund um Europa verhindert jedoch einen eisigen Winter in Europa. Die abschätzbaren Trends deuten aber darauf hin, dass längere kalte Phasen (vor allem in der zweiten Winterhälfte) und Nordstaulagen mit viel Schnee am Alpennordhang (vor allem in der ersten Winterhälfte) deutlich wahrscheinlicher sind als noch vor einem Jahr.

Winterwetter 2016/17: Längere kalte Phasen und viel Schnee?

Spurensuche nach dem wärmsten Winter

Die Schweiz erlebte den drittwärmsten Winter seit mindestens 150 Jahren. In den Föhntälern wurde es mit häufiger Föhnunterstützung gar der wärmste Winter seit Messbeginn. Im vergangenen Warmwinter waren aber nicht nur die Temperaturen extrem. 

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Bildlegende: Wintertemperaturen (rekonstruierte und gemessene Werte, statistisch angepasst) in Zürich von 1500 bis 2014. Blaue Balken zeigen kalte, rote Balken warme Winter im Vergleich zur Referenzperiode 1981-2010. Die schwarze Linie gibt den laufenden 30-jährigen Durchschnitt an. Quelle: Luterbacher et al., 2004; MeteoSchweiz. Grafik: Silvan Rosser

Mit durchschnittlich 3,0 Grad war der Winter auf dem Zürichberg zwei Grad wärmer als die Referenzperiode 1981-2010. In der Limmatstadt war letztmals der Winter 2006/07 deutlich wärmer. Letztgenannter distanziert den diesjährigen Winter sogar nochmals um fast ein Grad. Die übrigen Warmwinter in der Messreihe sind absolut vergleichbar mit dem diesjährigen. Insgesamt war der vergangene Winter in Zürich einer der wärmsten überhaupt.

Sehr viele Südwestlagen

Die Ursache der Winterwärme ist rasch gefunden und liegt in den ungewöhnlich häufigen Wetterlagen mit Strömungen aus südwestlicher und südlicher Richtung, welche sehr milde Luft aus dem südlichen Nordatlantik oder dem Mittelmeerraum in die Schweiz führen. Während einer starken Föhnströmung im Februar wurden grosse Mengen Saharastaub in die Alpen getragen. Dies zeigt auf eindrückliche Weise, aus welchen Regionen die herangeführten Luftmassen stammen. Während der drei Wintermonate Dezember bis Februar herrschte über der Schweiz an 40 Tagen, also während knapp der Hälfte des ganzen Winters, eine Südwest- oder Südlage, wobei die Südwestlagen mit 33 Tagen den Löwenanteil hatten, wie MeteoSchweiz berichtete. So viele wurden seit 1957 noch nie in einem einzigen Winter gezählt. Auf der Alpennordseite sorgte dieses Strömungsmuster für Wärme, während es im Tessin und am Alpensüdhang für Rekord-Winterniederschläge sorgte. In Locarno fielen in den drei Wintermonaten mehr als 700 mm Niederschlag, das ist mehr als in Sitten während einem ganzen Jahr fällt. Im Engadin, wo der Winterniederschlag als Schnee fiel, kamen knapp 4 Meter Neuschnee zusammen. Das ist der zweithöchste Wert in der 150-jährigen Messreihe. In den Tessiner Bergen kamen teilweise sogar 6 m Neuschnee zusammen, wobei nur lokal Rekorde zu verzeichnen waren. Ein ganz anderes Bild zeigte sich im Schweizer Flachland. Der Winter 2013/14 blieb hier grösstenteils schneefrei. Mit einer Neuschneesumme von lediglich einem Zentimeter wurde einer der schneeärmsten Winter in der Messgeschichte von Zürich beobachtet.

Kaum Eistage, wenig Frost

Aussergewöhnlich an der diesjährigen Winterwärme war vor allem auch die enorme Konstanz. Das Temperaturniveau blieb während allen drei Wintermonaten hoch. In der Nordwestschweiz wurde in diesem Winter kein einziger Eistag verzeichnet, wie MeteoSchweiz mitteilte. Ein Eistag gilt, wenn das Temperaturmaximum des Tages unter null Grad bleibt. Keine Eistage lieferte letztmals der Winter 1876/77. In Zürich wurden nur gerade drei Eistage gezählt. Weniger gab es nur im Winter 1974/75. Auch die Frosttage mit Tagestiefstwerten unter null Grad blieben diesen Winter Mangelware. Nur gerade 37 Mal fiel das Quecksilber diesen Winter in Zürich unter den Gefrierpunkt. In den letzten 50 Jahren gab es nur in den Wintern 1993/94, 1994/95 und 2006/07 einige Frosttage weniger. In jedem der drei vergangenen Wintermonate kletterte das Thermometer mehrmals über 10 Grad. Am wärmsten wurde es in Zürich am 9. Januar mit 13,7 Grad. Deutlich aussergewöhnlicher waren jedoch die absoluten Tiefstwerte dieses Winters. Am Morgen des 12. Dezember wurde mit nicht wirklich eisigen -4,3 Grad der Tiefstwert des diesjährigen Zürcher Winters registriert. Dies ist der mildeste winterliche Tiefstwert seit mehr als 100 Jahren in Zürich!

Geringe Heizkosten

Im gesamten Winter wurde es nie richtig kalt. Die Tiefstwerte lagen im Januar in Zürich bei -3,6, im Februar sogar bei nur -2,1 Grad. Eine verlässliche Grösse für die Strenge eines Winters ist die Kältesumme, welche alle Tagesmitteltemperaturen eines Winters, welche unter null Grad liegen, zusammenzählt. Eine grosse Kältesumme deutet auf einen eisigen Winter. Eine kleine Kältesumme auf einen sehr milden Winter. Mit einer Kältesumme von nur gerade 30 wurde die 2.-kleinste Kältesumme seit mindestens 60 Jahren registriert. Noch kleiner war die Kältesumme im Warmwinter 1974/75 mit nur gerade 14. Der Eiswinter 1962/63 schaffte es auf eine unglaubliche Kältesumme von 500! Die Hauseigentümer können sich diesen Winter zudem über deutlich geringere Heizkosten freuen. Die Heizgradtage lagen Ende Winter in Zürich bei rund 1540. Die Heizgradtage berücksichtigen alle Tage mit einer durchschnittlichen Temperatur unter 12 Grad. Was im Winter eigentlich immer der Fall ist. Dabei wird die Differenz der Raumtemperatur (20 Grad) und der gemessenen Tagesmitteltemperaturen über alle Tage aufsummiert. Je kleiner die Heizgradtage desto milder der Winter und desto niedriger die Heizkosten. Seit Messbeginn 1864 wurden in Zürich nur im Winter 2006/07 weniger Heizgradtage registriert als in diesem Jahr.

Warmwinter in der Vergangenheit

Warme Winter gab es in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder. Dank Temperaturrekonstruktionen der Universität Bern können Wintertemperaturen in Mitteleuropa bis ins Jahr 1500 zurückverfolgt werden. Mit statistischen Methoden kann dieser Temperaturverlauf an die Messwerte von Zürich angepasst werden, so dass die Wintertemperaturen vor 1864 (Beginn der systematischen Messungen) zu erahnen sind. Es zeigt sich, dass der diesjährige Warmwinter auch im Vergleich mit der mehr als 500-jährigen Messreihe ganz vorne mitspielt. Einzig die Winter 1915/16, 1974/75, 1989/90 und 2006/07 aus der Periode mit systematischen Messungen und die Winter 1606/07 und 1612/13 aus der rekonstruierten Periode waren wärmer. Es ist anzunehmen, dass der diesjährige Winter 2013/14 der 7.-wärmste seit mehr als 500 Jahren in Zürich war. Der wärmste Winter in Zürich seit 1500 war demzufolge 1606/07 oder doch 2006/07. Auf den Rekord-Warmwinter folgte ein Jahr später 1607/08 einer der kältesten Winter in der ganzen Messreihe. Solch grosse Schwankungen sind seither nicht mehr aufgetreten. Trotz dieser Variabilität blieben die Wintertemperaturen in Mitteleuropa zwischen 1500 und 1900 im Mittel recht konstant, bevor sie in zwei Phasen zuerst um 1920 und nochmals um 1990 sprunghaft wärmer wurden. So sind die Winter heute insgesamt so warm wie nie zuvor in den letzten mehr als 500 Jahren und rund 2 Grad wärmer als noch vor 115 Jahren.

Spurensuche nach dem wärmsten Winter

Eine Luftdruckschaukel bestimmt unser Winterwetter

wintertemp_abw_NAO

Die Säulen zeigen die Abweichung der Wintertemperaturen (Dezember-März) in Zürich gegenüber der Referenzperiode 1961-1990. In rot sind jeweils die Winter eingefärbt, welche durch eine positive NAO und AO geprägt wurden. In blau Winter mit einer negativen NAO und AO. Graue Säulen zeigen Winter ohne vorherrschende Oszillationen.

Europa erlebt dank konstanter Westströmung einen typischen Mildwinter. In den 90er-Jahren sorgte eine Reihe solcher Winter für eine spürbare Erwärmung der Wintermonate.

Sturm- und Orkantiefs fegen über Grossbritannien und Irland, der Alpensüdhang versinkt im Schnee, Italien wird überschwemmt und in Mitteleuropa herrscht ruhiges und viel zu mildes Winterwetter. Das sind keine zufälligen Wetterkapriolen, sondern es ist das bekannte Muster eines europäischen Warmwinters, wie er vor sechs Jahren das letzte Mal vorkam. Ob ein Winter in Europa kalt oder warm ausfällt, darüber entscheidet die so genannte Nordatlantische Oszillation (NAO), eine Luftdruckschaukel über dem Atlantik.

Wintermacherin NAO

Sitzt auf der einen Seite der Schaukel, bei Island, ein starkes Tief und auf der anderen Seite, über der Inselgruppe vor Portugal, ein schweres Azorenhoch, sprechen Klimatologen von einer positiven Phase der Oszillation. Diese Konstellation erzeugt kräftige Westwinde, in Mitteleuropa sorgt die herangewehte Meeresluft für milde Winter. Je nach Lage der beiden Druckgebilde über dem Atlantik kommt die Strömung etwas mehr aus dem Süden, wie in diesem Jahr, so dass die Temperaturen besonders hoch liegen und die Alpennordseite im Schutz des Alpenkamms kaum mit Regen oder Schnee beliefert wird. Ganz anders sieht es dann am Alpensüdhang aus. Kleinräumige Tiefdruckgebiete über dem Golf von Genua sorgen für Extremniederschläge in Italien, über dem Balkan und auf der Alpensüdseite der Schweiz und Österreich. Die Schneehöhe liegt südlich der Alpen mit bis zu 4 Meter, oder 170 % des langjährigen Mittels, teilweise auf Rekordniveau.

Im umgekehrten Fall, der negativen Phase der NAO, schwächeln die Druckgebilde über dem Atlantik und ein mächtiges Kältehoch über Russland hat einfaches Spiel mit anhaltenden Winden aus Norden und Osten das winterliche Europa nördlich der Alpen in eine Gefriertruhe zu verwandeln. Solche Verhältnisse sind in Europa in diesem Winter nicht einmal in den kühnsten Träumen vorstellbar. Ganz anders auf der anderen Seite des Atlantiks. Dort sorgen wiederholte Kaltluftausbrüche aus dem hohen Norden für stark unterkühlte Wintertemperaturen. Es spielen sich ähnliche Szenen ab, wie in den letzten Jahren, vor allem jeweils im Februar, in Europa. Immer wieder brechen arktische Kaltluftmassen aus ihrem Reservoir, dem Polarwirbel, aus und fluten die angrenzenden Landmassen. Das Paradoxe dabei ist, dass genau diese Kaltluftausstösse mitunter verantwortlich sind für die positive Phase der NAO und somit für den Warm- und Kapriolen-Winter in Europa. Denn die Kaltluftausbrüche in den USA, die sich nachfolgend auch über den Atlantik ergiessen, fachen die Tiefdrucktätigkeit zwischen Island und den Britischen Inseln an, so dass mit westlicher Strömung milde Luft nach Europa gelangt.

Kalte USA – warmes Europa

Der Winter in Europa ist aber keinesfalls nur dann zu mild, wenn es in den USA zu kalt ist. Es gibt auch Grosswetterkonstellationen, bei denen Europa und Nordamerika gleichzeitig mildes oder im umgekehrten Fall kaltes Winterwetter bekommen. Diese Grosswetterlagen werden durch den Polarwirbel bestimmt und mit der arktischen Oszillation (AO) beschrieben. Sie kann als grosse Schwester der NAO angesehen werden und funktioniert sehr ähnlich.  Die atmosphärischen Druckverhältnisse über der Arktischen Region oszillieren zwischen zwei grundverschiedenen Mustern. In der positiven Phase der AO herrscht über der Arktis tieferer Luftdruck und über den angrenzenden Regionen höherer Druck als üblich. Bei dieser Konstellation bleiben die kalten Luftmassen in der Polarregion, im Polarwirbel, eingeschlossen, so dass Europa und die USA milde Winter erleben. Bei der umgekehrten, der negativen Phase der Oszillation, ist der Luftdruck über der Arktis höher und in der Umgebung tiefer als üblich, dies fördert Kaltluftausbrüche nach Süden in die niedrigeren Breiten (Europa und USA). Der Polarwirbel kann aufbrechen, so dass es in der Folge jeweils in den USA wie auch in Europa eisigkalt wird.

Nächster Winter wieder kalt?

Der mitteleuropäische Winter und somit auch der Winter in Zürich wird massgeblich durch die Luftdruckschaukel über dem Atlantik (NAO) und dem Zustand des Polarwirbels (AO) beeinflusst. Bei positiver (negativer) Oszillation beider Muster erwarten Klimatologen mildes (kaltes) Winterwetter in Europa. Dies widerspiegelt sich auch in den Beobachtungen der Zürcher Wintertemperaturen seit 1951 (siehe Grafik). Keine andere Jahreszeit in Europa wird in ähnlichem Stil durch eine Oszillation so grundlegend gesteuert wie der Winter durch die NAO und AO. Die Winter-Oszillationen schwanken aber nicht nur kurzzeitig, sondern weisen auch so etwas wie ein Langzeit-Gedächtnis auf. Diese dekadische Schwankung kann die Winter über eine ganze Menschengeneration prägen. Zwischen 1951 bis 1971 gab es eine Phase mit sehr kalten Wintern mit 1963 als Höhepunkt. Alle ausgelöst durch eine negative Phase der NAO und AO (blau). Ab 1988 folgte eine Phase sehr warmer Winter, unterstützt durch eine positive Phase der NAO und AO (rot). Seit dem Jahrtausendwechsel treten wieder vermehrt negative Oszillationen auf, welche im Jahrzehnt zuvor praktisch ganz fehlten. Trotzdem gab es auch unter Einfluss der negativen Phase der NAO und AO milde Winter, wenn auch nicht ganz so mild, wie bei einer positiven Oszillation. Dass Winter mit einer negativen NAO und AO nicht mehr so kalt sind wie vor 50 Jahren dürfte der globalen Erwärmung zuzuschreiben sein, welche das Temperaturniveau allgemein anhob. Der starke Temperaturanstieg der Winter zwischen 1950 und 2000 dürfte aber zu einem beachtlichen Teil durch den natürlichen Phasenwechsel der NAO und AO ausgelöst worden sein. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass eine stark negative Phase der NAO und AO durchaus auch in einem wärmeren Klima kalte Winter in Europa oder den USA bringen kann. Was das für die kommenden Winter bedeutet, ist ungewiss. Kalt wie im Eiswinter 1963 wird es so schnell aber wohl nicht mehr.

Auch wenn der Winter im Flachland nicht das ist, was viele von ihm erhoffen, kommt das Schweizer Flachland derzeit im Vergleich zu unseren Nachbarn im Süden und auf den Britischen Inseln punkto Wetterextreme glimpflich davon.

Eine Luftdruckschaukel bestimmt unser Winterwetter