Hitzewelle 2012: Allzeitwärme in der Höhe und heisse Nächte

Die Hitzewelle zwischen dem 18. und 22. August 2012 war intensiv und brachte einige Rekorde zum fallen, vor allem in erhöhten Lagen. Das Augenmerk richtet sich vor allem auf den neuen Temperaturrekord auf der höchstgelegenen Messstation der MeteoSchweiz, dem Jungfraujoch auf 3580 Meter über Meer.

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Die Höchsten Temperaturen in Zürich-Fluntern seit 1950.
Daten: MeteoSwiss

Am frühen Sonntagabend (19. August) wurden erstaunliche 12,8 Grad gemessen. Verblüffend waren die Temperaturen auf rund 1300 Meter über Meer, wo am Sonntag in Goms und Scuol rund 32 Grad registriert wurden. Diese Werte waren nahe an den Allzeitrekorden.
Im Flachland der Alpennordseite kamen die Temperaturen anfangs eher zögerlich auf hohe Werte. Eine Inversion auf rund 1000 Meter über Meer und offensichtlich auch der noch feuchte Boden dämpften den Temperaturanstieg. In Zürich wurde der Hitzetag (30 Grad) anfangs sogar knapp verpasst. Etwas verzögert zu den Höchstwerten in der Höhe wurde es am Montag (20. August) dann auch in den Niederungen sehr heiss. Mit 36,9 Grad wurde der Höhepunkt der Hitzewelle in Sion erreicht, dies war gleichzeitig der höchste je gemessene Wert in einer zweiten Augusthälfte, wie MeteoSchweiz mitteilt. Zum absoluten Hitzerekord aus dem Sommer 2003 fehlten lediglich 0,9 Grad. Auch in der Stadt Zürich brannte die Hitzewelle mit bis zu 35 Grad. An der Station Zürichberg wurden zwar die höchsten Temperaturen des Jahres 2012 abgelesen, aber mit 32,9 Grad lagen diese noch mehr als 3 Grad vom Hitzerekord 2003 entfernt. Im Laufe der Hitzewelle wurde die Warmluftmasse in immer tiefere Luftschichten gemischt, so dass verbreitet Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad beobachtet werden konnten. Das höchste Nachtminimum wurde in leicht erhöhter Lage im Baselbiet mit 22,9 Grad gemessen. Noch nie seit Messbeginn war eine Nacht so warm. Auch Zürich litt unter einer Tropennacht.

Kurzmitteilung

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